15. März 2013
von Philipp
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Zerbrechliches Zweckbündnis zwischen den einstigen Todfeinden Kenyatta und Ruto

Nach der Proklamation Uhuru Kenyattas zum Sieger der Präsidentschaftswahl, reichte der unterlegene Herausforderer Raila Odinga heute offiziell Beschwerde beim kenianischen Verfassungsgericht ein. Der bisherige Regierungschef zweifelt das Ergebnis der Wahl an, bei der es nach seiner Ansicht zu zahlreichen Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll.

http://www.welt.de/newsticker/news1/article114456831/Odinga-zieht-wegen-Wahlfaelschung-in-Kenia-vor-Gericht.html

Gleichzeitig wird die neue Partnerschaft zwischen Uhuru Kenyatta und William Ruto bei Teilen der Kenianischen Bevölkerung auch anders interpretiert.  Ein gemeinsames Bündnis der „einstigen Todfeinde“ sei „global gesehen viel zu sehr unterschätzt“, wie der politische Berater James Mwai gegenüber der internationalen Nachrichtenagentur IPS feststellt. Die beiden Politiker hätten sich zu einer „starken politischen Kraft zusammengefunden“, was viele Kenianer als eine Möglichkeit zur Aussöhnung zwischen den beiden Völkern sehen. Allerdings handelt es sich bei der Partnerschaft um ein zerbrechliches Zweckbündnis: Odinga hätte im Fall eines Wahlsiegs „sowohl Kenyatta als auch Ruto wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gebracht“. Denn nach den letzten Präsidentschaftswahlen im Dezember 2007 sollen Kenyatta und Ruto ihre Anhänger noch gegeneinander aufgehetzt und damit den Tod von 1.300 Menschen mit verschuldet haben. Beide sollen nun sich den Vorwürfen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag stellen.

http://www.afrika.info/newsroom/kenia-das-volk-hat-gewaehlt/

Die Anklage des Internationalen Strafgerichtshof gegen den Mitangeklagten Francis Muthaura wurde inzwischen zurückgezogen. Offensichtlich gibt es nicht genügend Beweise für eine Untersuchung. „Die Zeugen, die Beweise vorgetragen haben, wurden getötet oder sind gestorben, und andere weigern sich, mit dem Ankläger zu sprechen“, berichtet Ingo Bardoreck, Vertreter der deutschen Auslandshandelskammer in Kenia gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirtschaft-in-kenia-nur-kein-aufstand-1.1621889

 

12. März 2013
von Philipp
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SPORTsFREUNDE noch zwei Mal in Leipzig

Alle, die bis jetzt noch keine Gelegenheit hatten, SPORTsFREUNDE auf der großen Leinwand zu sehen, haben jetzt noch einmal die Möglichkeit dazu: Das LURU-Kino in Leipzig zeigt diese Woche den Film am Donnerstag, den 14. März um 19:00 Uhr und am Sonntag, den 17. März um 17:00 Uhr.

11. März 2013
von Philipp
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Der ungeliebte neue Präsident: Westliche Reaktionen auf Kenyattas Wahlsieg

Nach dem hauchdünnen Wahlsieg von Uhuru Kenyatta gratulieren westliche Regierungen der kenianischen Bevölkerung zur „weitgehend friedlich verlaufenden Wahl“, wie die Frankfurter Rundschau schreibt. Zuvor hatte der US-Chefdiplomat für Afrika, Johnnie Carson noch vor „Konsequenzen“ aus der Wahl Kenyattas gewarnt. Der neue Präsident will sich ab dem 9. Juli einem Verfahren am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag stellen. Dort soll er sich gegen Vorwürfe wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit der Gewaltwelle bei den letzten Wahlen rechtfertigen.“ Interessant sind die Eindrücke aus der Odinga-Hochburg Kisumu. Dort demonstrieren Anhänger des unterlegenen Kandidaten mit Slogans wie: „Kisumu is not Kenya.“

http://www.fr-online.de/politik/kenia-hauchduenner-sieg-fuer-kenyatta,1472596,22058206.html

Die TAZ sieht in der Wahl Uhuru Kenyattas und dem Verfahren in Den Haag eine „Chance […], ein neues Kapitel aufzuschlagen, in dem eine Aufarbeitung der Verbrechen von 2007-08 möglich wird und Kenia zur Normalität zurückfindet.“ Afrika-Redakteur Dominic Johnson findet den internationalen Umgang mit dem demokratisch und weitgehend friedlich gewählten Kenyatta „beschämend“.

http://www.taz.de/Kommentar-Wahlergebnis-Kenia/!112523/

Der Tagesspiegel sieht Kenia nach der Wahl als einen „Prüfstein für Glaubwürdigkeit und Realitätstauglichkeit westlicher Afrikapolitik.“

http://www.tagesspiegel.de/meinung/neuer-praesident-in-kenia-angeklagter-an-der-macht/7905880.html

11. März 2013
von Philipp
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Paul Muigai Thuo und Isaak Kiplagat Sang sind zurück in Kenia

Unsere Protagonisten Paul Muigai Thuo und Isaak Kiplagat Sang sind wohlbehalten in Nairobi gelandet. Heute fahren  in ihre Heimatstadt Eldoret. Paul berichtet von einer friedlichen Stimmung in Kenia. Die befürchteten Ausschreitungen sind nach der Präsidentschaftswahl bislang ausgeblieben.

9. März 2013
von Philipp
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Kenyatta: 0,07 Prozent über 50 % – Kontrahent Odinga spricht von Wahlfälschung

Die nationale Wahlkommission hat laut dpa bekannt gegeben, dass Uhuru Kenyatta mit 50,07 die Präsidentschaftswahlen in Kenia gewonnen hat. Der Sohn des ersten Präsidenten Jomo Kenyatta ist umstritten: Uhuru Kenyatta ist vom Weltstrafgericht in Den Haag angeklagt, einer der Drahtzieher hinter den schweren Ausschreitungen nach den letzten Wahlen 2007 gewesen zu sein. Er soll damals ethnische Gruppen zu Gewalt angestiftet haben.

Sein Kontrahent Raila Odinga ließ erklären, dass er keine Niederlage einräumen werde, da die Wahlen gefälscht worden seien.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kenia-kenyatta-zum-neuen-praesidenten-gewaehlt-12108407.html

http://www.rp-online.de/politik/ausland/kenia-debatte-um-wahlfaelschung-1.3246025

 

8. März 2013
von Philipp
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Stimmung wird angespannter

Während die Menschen in Kenia weiter auf ein offizielles Wahlergebnis warten, wirft Premier Raila Odinga der Wahlbehörde Fälschungen vor. Er will das manuelle Auszählen stoppen. Der Internationale Strafgerichtshof in De Haag hat den Prozess gegen Kenyatta wegen Gewaltanstiftung nach den letzten Wahlen auf Anfang Juli verschoben.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/kenia-wahlkommission-weist-betrugsvorwuerfe-zurueck-a-887554.html

Die Nachrichtenagentur dpa meldet inzwischen, dass Uhuru Kenyatta nur noch knapp vor Raila Odinga liegt.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/praesidentschaftswahlen-kenyatta-liegt-bei-wahlen-in-kenia-knapp-vorn/7898578.html

7. März 2013
von Philipp
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Technische Pannen und ungültige Stimmen sorgen für Nervosität in Kenia

Eine „verblüffend hohe Zahl ungültiger Stimmen“ könnte Einfluß auf das Ergebnis der Präsidentschaftswahl haben, warnt die „Badische Zeitung“.  Bislang seien etwa fünf Prozent der abgegebenen Wahlzettel nicht gültig. Sollte diese Zahl  bei der Berechnung der absoluten Mehrheit mitgerechnet werden, verliert der bislang in den Hochrechnungen führende Kenyatta die absolute Mehrheit. Sollte kein Kandidat die absolute Mehrheit erhalten, steigen nach Einschätzung der Zeitung die Chancen Odingas.

http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/irregulaere-stimmen-koennten-zu-einer-stichwahl-fuehren–69824417.html

Auch technische Pannen bei der Stimmauszählung sorgen in der kenianischen Bevölkerung für Nervosität. Nach dem Ausfall des elektronischen Zählverfahrens, sei die „die Stimmung im Land nicht nur ungeduldig, sondern „am Kippen““, wie ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ gegenüber dem „Tagesspiegel“ feststellt.

http://www.tagesspiegel.de/politik/ostafrika-kenias-erzwungene-rueckkehr-ins-analoge-zeitalter/7889222.html

Für viele Kenianer wird die Zeit nach der Wahl zur Geduldsprobe. Der große Vorsprung Uhuru Kenyattas auf seinen Herausvorderer Raila Odinga ist seit Montagabend von 17 auf zwölf Prozent gesunken, wobei „die Ergebnisse aus vielen Hochburgen der Odinga-Allianz“ bislang noch gar nicht veröffentlicht wurden. Nach einem Bericht der „Deutschen Welle“  sehen Analysten die Wahl für Odinga noch nicht als verloren.

http://www.dw.de/harte-geduldsprobe-in-kenia/a-16653843

6. März 2013
von Philipp
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Wie fair ist die Wahl in Kenia?

Uhuru Kenyatta liegt nach den bisherigen Auszählungen weiter vorne. Doch erste Kritik kommt auf, weil es Probleme mit der Auszähltechnik gibt, und ein hoher Anteil der Stimmen ungültig sind.
Sowohl die TAZ als auch die WELT befassen sich mit den aktuellem Stand. Welcher Kandidat der beste für sein Volk sein könnte und welche Beweggründe bei den Wählern eine Rolle spielen, wird im TAZ-Artikel beleuchtet:

  „„Ich habe Kenyatta gewählt“, sagt David Kagunda. Er ist Kikuyu, wie Kenyatta. „Aber nicht, weil ich denke, dass er ein guter Präsident sein wird, sondern weil ich Odinga nicht will. Ich habe eigentlich gegen Odinga gewählt statt für Kenyatta.“
Kenia ist ein wichtiger Verbündeter des Westens. Ein Wahlsieg Kenyattas könnte das ändern. Hierzu die WELT:
„Sollte Kenyatta die Wahl tatsächlich gewinnen, könnte das für Kenia gravierende diplomatische und wirtschaftliche Folgen haben. Die USA und die Europäische Union haben bereits deutlich gemacht, dass sie ihre Kontakte mit einem Präsidenten, der vor dem Weltstrafgericht in Den Haag angeklagt ist, „auf das Nötigste“ beschränken würden.“

http://www.welt.de/politik/ausland/article114149898/Mutmasslicher-Kriegsverbrecher-liegt-in-Fuehrung.html

 

 

5. März 2013
von Philipp
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Persönliche Eindrücke aus Kenia

Die Protagonistin aus dem SPORTSFREUNDE-Film, Beatrice, berichtet aus Eldoret über die Stimmung nach der Wahl und den Ergebnissen der ersten Stimmauszählungen, nach denen das Bündnis des Kikuyu Uhuru Kenyatta mit dem Kalenjin William Ruto einen deutlichen Vorsprung vor dem Herausforderer Raila Odinga hat. Beatrice beschreibt die Lage in Eldoret als sehr friedlich, die Menschen seien glücklich, es herrsche eine regelrechte Festtagsstimmung.

Fanny Kniestedt, Afrikanistin und derzeit in Nairobi, hat ihre Eindrücke von der gestrigen Wahl in einem Bericht für uns zusammengefasst.

–> hier geht es zu ihrem Artikel

5. März 2013
von Philipp
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SPORTSFREUNDE im Lichtblick-Kino in Berlin

Heute kommt SPORTSFREUNDE zurück nach Berlin. Im Lichtblick-Kino gibt es  20:00 Uhr eine Vorstellung des Dokumentarfilms in Anwesenheit des Regisseurs Knud Vetten. Nach dem Film hat das Publikum die Möglichkeit dem Filmemacher und Journalisten Fragen zu stellen und zu diskutieren. Besonders nach den gestrigen Wahlen in Kenia hat der Film eine aktuelle Brisanz. Weitere Vorstellungen im Lichtblick-Kino sind am 6. März um 17:00 Uhr sowie am 7. März um 17:30 Uhr.