Kenia feiert 50. Geburtstag

Am 12. Dezember 1963 erklärt Kenia seine Unabhängigkeit – als einer der letzten Staaten Afrikas und nach schwerem Kampf gegen die britische Kolonialherrschaft. Lange gilt Kenia als stabiler Staat auf dem Kontinent, und viele Kenianer sind stolz auf das Erreichte. Doch Korruption, Tribalismus und politische Gewalt gehören bis heute zu den Problemen des Vielvölkerstaats.

Unter dem Titel „Solz und Kritik“ thematisiert die Deutsche Welle das Jubiläum und präsentiert  fünf Perspektiven.  Eine stammt von der  Halbschwester Barack Obamas. Die kenianische Soziologin Auma Obama sagt:  „Ich finde, wir sind uns gegenüber sehr aggressiv, wir gehen nicht nett miteinander um, wir sollten nicht so ethnisch denken.“ Der Menschenrechtsaktivist und Politikwissenschaftler Mwalimu Mati fordert, die Ressourcenkonflikte zu beenden:  Die Konflikte in dem Vielvölkerstaat mit mehr als 40 Ethnien würden durch ungerechte Ressourcenverteilung angeheizt.

Interessant auch Karsten Dümmels Perspektive:  „Der Westen braucht Kenia“. Er thematisiert die Anklage von Kenyatta und Ruto in Den Haag: „Es könnte zu einzelnen Sanktionen gegen Kenia kommen, es könnte ein Haftbefehl gegen Kenyatta kommen“, sagt der  Leiter der CDU-nahen Konrad Adenauer Stiftung in Nairobi. Andererseits sei Kenia für den Westen ein wichtiger Partner, sodass der Prozess auch dadurch gefährdet werden könnte.

Für die ARD berichtet Peter Schreiber aus Nairobi.

http://www.dw.de/stolz-und-kritik-zu-kenias-50-geburtstag/a-17288758

http://www.tagesschau.de/ausland/kenia-weltspiegel100.html