Der ungeliebte neue Präsident: Westliche Reaktionen auf Kenyattas Wahlsieg

Nach dem hauchdünnen Wahlsieg von Uhuru Kenyatta gratulieren westliche Regierungen der kenianischen Bevölkerung zur „weitgehend friedlich verlaufenden Wahl“, wie die Frankfurter Rundschau schreibt. Zuvor hatte der US-Chefdiplomat für Afrika, Johnnie Carson noch vor „Konsequenzen“ aus der Wahl Kenyattas gewarnt. Der neue Präsident will sich ab dem 9. Juli einem Verfahren am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag stellen. Dort soll er sich gegen Vorwürfe wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit der Gewaltwelle bei den letzten Wahlen rechtfertigen.“ Interessant sind die Eindrücke aus der Odinga-Hochburg Kisumu. Dort demonstrieren Anhänger des unterlegenen Kandidaten mit Slogans wie: „Kisumu is not Kenya.“

http://www.fr-online.de/politik/kenia-hauchduenner-sieg-fuer-kenyatta,1472596,22058206.html

Die TAZ sieht in der Wahl Uhuru Kenyattas und dem Verfahren in Den Haag eine „Chance […], ein neues Kapitel aufzuschlagen, in dem eine Aufarbeitung der Verbrechen von 2007-08 möglich wird und Kenia zur Normalität zurückfindet.“ Afrika-Redakteur Dominic Johnson findet den internationalen Umgang mit dem demokratisch und weitgehend friedlich gewählten Kenyatta „beschämend“.

http://www.taz.de/Kommentar-Wahlergebnis-Kenia/!112523/

Der Tagesspiegel sieht Kenia nach der Wahl als einen „Prüfstein für Glaubwürdigkeit und Realitätstauglichkeit westlicher Afrikapolitik.“

http://www.tagesspiegel.de/meinung/neuer-praesident-in-kenia-angeklagter-an-der-macht/7905880.html

2 Kommentare

  1. Ich frage mich, warum ihr hier Kommentarfelder einfügt.