15. Mai 2013
von Philipp
Kommentare deaktiviert

Imageverlust für den Internatinalen Strafgerichtshof: Auch Prozess gegen Kenias Vizepräsidenten verschoben

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat das Verfahren gegen den kenianischen Vizepräsidenten William Ruto auf unbestimmte Zeit verschoben, wie die Neue Züricher Zeitung berichtet. Grund seien ungenügend geklärte Fragen im Zusammenhang mit Zeugenaussagen. Zuvor wurde auch der ursprünglich für März geplante Prozessbeginn gegen den amtierenden Präsidenten Uhuru Kenyatta um drei Monate, auf  Juli verschoben. Auch in diesem Fall hat die gambische Chefanklägerin Fatou Bensouda immer größere Schwierigkeiten, zuverlässige Zeugen für eine Anklage zu finden. Bereits im März war eine Anklage gegen den ehemaligen Leiter des kenianischen öffentlichen Dienstes und Kenyatta-Vertauten Francis Muthaura, gescheitert, weil “Zeugen, die Beweise vorgetragen haben, getötet wurden oder  gestorben sind, und andere sich weigern, mit dem Ankläger zu sprechen“.

Ruto und Kenyatta wird vorgeworfen, Rädelsführer hinter den bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen nach den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2008/2009 gewesen zu sein.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/rueckzugsgefechte-des-icc-gegenueber-kenya-1.18077876

http://www.taz.de/!112608/

3. Mai 2013
von Philipp
Kommentare deaktiviert

SPORTsFREUNDE jetzt auf DVD

COVER_SF_WEB_FRONTUnser Dokumentarfilm SPORTsFREUNDE ist ab sofort auf DVD erhältlich. Alle, die den Film in den Kinos verpasst haben oder noch einmal sehen möchten, können ihn über den Shop auf unserer Webseite www.sportsfreunde-film.de bestellen.

Die Unterstützer auf Visionbakery können sich in den nächsten Tagen auf Post freuen: Die DVDs werden jetzt schnellstmöglich verpackt und versandt. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für Euer Vertrauen und Eure Unterstützung! Ohne Euch wäre die Kinotour so nicht möglich gewesen.

9. April 2013
von Philipp
Kommentare deaktiviert

Kenyatta als vierter Staatspräsident Kenias vereidigt

Uhuru Kenyatta ist der neue Präsident Kenias. Am 9. April legte der 51-jährige den Amtseid nahe der Hauptstadt Nairobi ab, wie die Deutsche Welle berichtet. Auch der neue Vizepräsident, William Ruto, leistete seinen Amtseid. Ob das Zweckbündnis der beiden ehemaligen Konkurrenten die Legislaturperiode überlebt, bleibt unterdessen zu bezweifeln: Immerhin gehört Kenyatta der Volksgruppe der Kikuyu an, Ruto der Volksgruppe der Kalenjin, zwei Ethnien, die sich nach der letzten Wahl im Dezember 2007 blutige Auseinandersetzungen lieferten, in deren Folge über 1000 Menschen getötet und rund eine halben Million vertriebenen wurden. Nun könnte “die Kikuyu-Elite des Landes [...] versuchen, Ruto und seine Partei zu marginalisieren”.

http://www.dw.de/gelingt-der-neuanfang-in-kenia/a-16729112

4. April 2013
von Philipp
Kommentare deaktiviert

SPORTsFREUNDE in Kürze auf DVD

SPORTsFREUNDE wird in wenigen Tagen auf DVD erscheinen. Das Cover ist gestaltet, das Presswerk produziert die Silberlinge und wir freuen uns, allen Interessierten den Film bald nach Hause schicken zu können. Alle Infos zu Bestellung und Versand gibt es in Kürze hier auf der SPORTsFREUNDE-Website.

COVER_DVD_WEB

2. April 2013
von Philipp
Kommentare deaktiviert

Gericht bestätigt Wahlergebnis – Kenyatta wird Kenias neuer Präsident

Am Wochenende bestätigte Kenias oberster Gerichtshof das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 4. März. Uhuru Kenyatta erreichte mit 50,07 Prozent der abgegebenen Stimmen knapp die absolute Mehrheit und wird nun vorraussichtlich am 9. April ins Amt eingeführt werden. Sein unterlegener Konkurrent Raila Odinga hatte zuvor das Ergebnis des Votums juristisch angefochten. Nach Berichten der Nachrichtenagentur Reuters “…zeigte er sich zwar enttäuscht vom Urteil des Obersten Gerichtshofs, akzeptierte aber den Richterspruch.” Trotzdem kam es in der Odinga-Hochburg Kisumu am Sonnabend zu Ausschreitungen, bei denen zwei Menschen erschossen wurden. Am Sonntag entspannte sich die Situation weitgehend, es wurden nur noch “…kleinere Zusammenstöße in Außenbezirken von Kisumu…” gemeldet.

http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE93001I20130401

Auch in Nairobi kam es nach der Urteilsverkündung zu Protesten in der Umgebung des Gerichtsgebäudes und in den Slums der Hauptstadt. Nach Aussagen der TAZ setzte die Polizei Tränengas gegen demonstrierende Odinga-Anhänger ein.

http://www.taz.de/Gericht-bestaetigt-Praesidentschaftswahl-/!113769/

Trotz des Urteils bestünden nach Aussagen der Neuen Züricher Zeitung noch viele Ungereimtheiten. So gäbe es Hinweise auf Manipulationen, wie die “…ungewöhnlich hohe Wahlbeteiligung von 86 Prozent aller registrierten Wähler…” oder den “…extrem tiefen Anteil an ungültigen Stimmen von 0,76 Prozent…”, der den Verdacht nahe lege, “…ungültige Stimmen seien zur Nachbesserung der Ergebnisse aktiviert worden.” Doch sowohl eine Überprüfung aller in den Wahllokalen aufliegenden Wählerregister, als auch eine vom Africa Centre for Open Governance geforderte technische Expertise, zur Überprüfung der “…rätselhaften Pannen bei den elektronischen Zählverfahren…” lehnte der oberste Gerichtshof ab.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/fahler-nachgeschmack-der-praesidentenwahl-1.18056387

28. März 2013
von Philipp
Kommentare deaktiviert

In der Zwickmühle

Muss Kenia neu wählen? Diese Frage soll Kenias Oberstes Gericht bis Samstag entscheiden. Das meldet die Deutsche Welle. Vor allem der unterlegene Präsidentschaftskandidat, Raila Odinga, zweifelt die Rechtmäßigkeit der Wahl an.  Er will die Wahl vom   4. März für null und nichtig erklären lassen. Aber wie auch immer das Votum des Gerichts ausfällt, birgt die jeweilige Entscheidung neuen Konfliktstoff.

http://www.dw.de/muss-kenia-neu-w%C3%A4hlen/a-16703121

 

15. März 2013
von Philipp
Kommentare deaktiviert

Zerbrechliches Zweckbündnis zwischen den einstigen Todfeinden Kenyatta und Ruto

Nach der Proklamation Uhuru Kenyattas zum Sieger der Präsidentschaftswahl, reichte der unterlegene Herausforderer Raila Odinga heute offiziell Beschwerde beim kenianischen Verfassungsgericht ein. Der bisherige Regierungschef zweifelt das Ergebnis der Wahl an, bei der es nach seiner Ansicht zu zahlreichen Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll.

http://www.welt.de/newsticker/news1/article114456831/Odinga-zieht-wegen-Wahlfaelschung-in-Kenia-vor-Gericht.html

Gleichzeitig wird die neue Partnerschaft zwischen Uhuru Kenyatta und William Ruto bei Teilen der Kenianischen Bevölkerung auch anders interpretiert.  Ein gemeinsames Bündnis der “einstigen Todfeinde” sei “global gesehen viel zu sehr unterschätzt”, wie der politische Berater James Mwai gegenüber der internationalen Nachrichtenagentur IPS feststellt. Die beiden Politiker hätten sich zu einer “starken politischen Kraft zusammengefunden”, was viele Kenianer als eine Möglichkeit zur Aussöhnung zwischen den beiden Völkern sehen. Allerdings handelt es sich bei der Partnerschaft um ein zerbrechliches Zweckbündnis: Odinga hätte im Fall eines Wahlsiegs “sowohl Kenyatta als auch Ruto wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gebracht”. Denn nach den letzten Präsidentschaftswahlen im Dezember 2007 sollen Kenyatta und Ruto ihre Anhänger noch gegeneinander aufgehetzt und damit den Tod von 1.300 Menschen mit verschuldet haben. Beide sollen nun sich den Vorwürfen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag stellen.

http://www.afrika.info/newsroom/kenia-das-volk-hat-gewaehlt/

Die Anklage des Internationalen Strafgerichtshof gegen den Mitangeklagten Francis Muthaura wurde inzwischen zurückgezogen. Offensichtlich gibt es nicht genügend Beweise für eine Untersuchung. “Die Zeugen, die Beweise vorgetragen haben, wurden getötet oder sind gestorben, und andere weigern sich, mit dem Ankläger zu sprechen”, berichtet Ingo Bardoreck, Vertreter der deutschen Auslandshandelskammer in Kenia gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirtschaft-in-kenia-nur-kein-aufstand-1.1621889