12. Dezember 2013
von Philipp
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Kenia feiert 50. Geburtstag

Am 12. Dezember 1963 erklärt Kenia seine Unabhängigkeit – als einer der letzten Staaten Afrikas und nach schwerem Kampf gegen die britische Kolonialherrschaft. Lange gilt Kenia als stabiler Staat auf dem Kontinent, und viele Kenianer sind stolz auf das Erreichte. Doch Korruption, Tribalismus und politische Gewalt gehören bis heute zu den Problemen des Vielvölkerstaats.

Unter dem Titel “Solz und Kritik” thematisiert die Deutsche Welle das Jubiläum und präsentiert  fünf Perspektiven.  Eine stammt von der  Halbschwester Barack Obamas. Die kenianische Soziologin Auma Obama sagt:  “Ich finde, wir sind uns gegenüber sehr aggressiv, wir gehen nicht nett miteinander um, wir sollten nicht so ethnisch denken.” Der Menschenrechtsaktivist und Politikwissenschaftler Mwalimu Mati fordert, die Ressourcenkonflikte zu beenden:  Die Konflikte in dem Vielvölkerstaat mit mehr als 40 Ethnien würden durch ungerechte Ressourcenverteilung angeheizt.

Interessant auch Karsten Dümmels Perspektive:  “Der Westen braucht Kenia”. Er thematisiert die Anklage von Kenyatta und Ruto in Den Haag: “Es könnte zu einzelnen Sanktionen gegen Kenia kommen, es könnte ein Haftbefehl gegen Kenyatta kommen”, sagt der  Leiter der CDU-nahen Konrad Adenauer Stiftung in Nairobi. Andererseits sei Kenia für den Westen ein wichtiger Partner, sodass der Prozess auch dadurch gefährdet werden könnte.

Für die ARD berichtet Peter Schreiber aus Nairobi.

http://www.dw.de/stolz-und-kritik-zu-kenias-50-geburtstag/a-17288758

http://www.tagesschau.de/ausland/kenia-weltspiegel100.html

9. Dezember 2013
von Philipp
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Tote bei ethnischer Gewalt im Norden Kenias

Bei Zusammenstößen unterschiedlicher Volksgruppen sind in der Stadt Moyale  27 Menschen getötet worden, Tausende sind auf der Flucht. Das berichtet die kenianische Zeitung The Standard. Ein Friedensaktivist, der von der Nachrichtenagentur afp zitiert wird,  spricht von weit mehr Toten. Die Lage sei außer Kontrolle. Polizei und Militär sähen tatenlos zu. Der Schweizer Botschafter will offenbar eine Friedensinitiative starten.

https://www.standardmedia.co.ke/?articleID=2000099594&story_title=Kenya-hundreds-of-armed-militia-torch-houses-kill-17-in-moyale

http://www.zeit.de/news/2013-12/07/kenia-dutzende-tote-bei-interethnischer-gewalt-in-kenia-07145804

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Milizen-wueten-im-Norden-Kenias-12237

3. Dezember 2013
von Philipp
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SPORTsFREUNDE auf DVD

COVER_SF_WEB_FRONTUnser Dokumentarfilm SPORTsFREUNDE ist auf DVD erhältlich. Alle, die den Film in den Kinos verpasst haben oder noch einmal sehen möchten, können ihn über den Shop auf unserer Webseite www.sportsfreunde-film.de bestellen.

 

22. November 2013
von Philipp
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Grundpfeiler der internationalen Strafjustiz ist in Gefahr

Auf Antrag Kenias soll die Möglichkeit der Strafverfolgung amtierender Staats- und Regieurngschefs gestrichen werden. Dieses Ziel wird von der Afrikanischen Union unterstüzt, berichtet die Berliner taz.  In dem ostafrikanischen Staat formieren sich gleichzeitig  Befürworter einer Strafverfolgung von Präsident Uhuru Kenyatta und Vizepräsident William Ruto.  Journalisten, die Kirche und die  jüngst gegründeten Nicht-Regierungsorganisationen (NROs) setzten sich für die Verfahren gegen die politische Führung Kenias ein, schreibt die Konrad-Adenauer-Stiftung in einem Länderreport. Vor allem Kenyatta versucht alles, den Prozess gegen ihn zu verhindern.

www.taz.de/Internationaler-Strafgerichtshof/!127944/

www.kas.de/kenia/de/publications/35936/

www.spiegel.de/politik/ausland/unruhen-kenias-praesident-windet-sich-um-prozess-in-den-haag-a-932238.html

 

1. November 2013
von Philipp
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SPORTsFREUNDE beim Ethno-Filmfest in München

Am 23. November um 17 Uhr läuft unser Film beim Ethno-Filmfest in München. Nach der Präsentation stehen der Protagonist Peter Junge und Regisseur Knud Vetten für Fragen, Kritik und Anregungen zur Verfügung.

Eingeladen wurde der Film vom Veranstalter, dem Staalichen Museum für Völkerkunde München.  Das Filmfest zeigt zum zwölften  Mal insgesamt 20 Filme aus allen Kontinenten.

Veranstaltungsort ist das Museum für Völkerkunde  in der Maximilianstraße 42, 80538 München. Das Programm findet sich unter:

http://www.voelkerkundemuseum-muenchen.de/inhalt/downloads/Programm_EthnoFilmFest%202013.pdf

30. Oktober 2013
von Philipp
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Ein schwieriges Verfahren

William Ruto muss bei seinem Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof  in Den Haag persönlich anwesend sein.  Das hat das Gericht im Fall des Vizepräsidenten Kenias entschieden.  Ab November muss sich auch der Präsident, Uhuru Kenyatta, in Den Haag verantworten.

Wie schwer die Beweisführung gegen die mutmaßlichen Kriegsverbrecher sein wird, zeigt der Fall einer Zeugin, deren Anonymität im Verfahren nicht gewährleistet werden konnte.

http://www.blick.ch/news/ausland/weltstrafgericht-verlangt-anwesenheit-von-kenias-vize-praesidenten-id2489414.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/internationaler-strafgerichtshof-in-den-haag-zeugin-in-angst-1.1775585

12. Oktober 2013
von Philipp
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Angriff auf die Menschenrechte

Hinter dem Sondergipfel der Afrikanischen Union  in Addis Abeba und dem Versuch, den Internationalen Strafgerichtshof zu schwächen, steckt Uhuru Kenyatta.  Das wirft die Frankfurter Rundschau dem kenianischen Präsidenten vor.  Setzt Kenyatta sich an diesem Wochenende durch,  käme es dem Todesstoß für eine Einrichtung gleich, für die Tausende Menschenrechtsaktivisten weltweit jahrzehntelang gerungen haben.  Es würde  aber auch zeigen, dass diese Politiker sich wie unantastbare Fürsten gebärden, die auf das Recht ihrer Bevölkerung und Gerechtigkeit für die Opfer schwerer Menschenrechtsverbrechen pfeifen.

Dass Stimmung gegen das Gericht gemacht werden soll, dafür  spricht auch eine Aussage , die von Kenias Außenministerin Amina Mohamed im Deutschlandradio zitiert ist:  “Wo in der Welt wird denn ein amtierender Präsident vor ein Gericht gebracht”, fragt sie.  Genau in einem Monat soll sich Uhuru Kenyatta in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten.

http://www.dradio.de/aktuell/2282101/

http://www.fr-online.de/meinung/analyse-afrika-strafverfolgung-affront-gegen-die-menschenrechte,1472602,24590182.html

11. Oktober 2013
von Philipp
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Wer stoppt den nächsten Völkermord?

Politiker aus Kenia und dem Sudan rufen auf einem außerordentlichen Gipfel der Afrikanischen Union am Wochenende dazu auf, dem Internationalen Strafgerichtshof die Unterstützung aufzukündigen. Damit würde politischer Verfolgung Tür und Tor geöffnet, fürchtet der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu. Er richtet deshalb eine Petition an die Staats- und Regierungschefs Nigerias und Südafrikas, sich für einen Verbleib Afrikas im Internationalen Strafgerichtshof einzusetzen.

Hintergrund: Kenias Präsident Uhuru Kenyatta soll ab Mitte November wegen Gewalttaten während der bürgerkriegsähnlichen Unruhen 2007/2008 in Den Haag vor Gericht stehen.

Die SPORTsFREUNDE unterstützen die Petition von Desmond Tutu und rufen zum Unterzeichnen und Teilen auf!

https://secure.avaaz.org/de/justice_for_africa_icc/?bKAkreb&v=30074

13. September 2013
von Philipp
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Prozess gegen kenianischen Vizepräsidenten Ruto in Den Haag eröffnet

Seit Dienstag, dem 10. September, muss sich der kenianische Vizepräsident William Ruto vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verantworten. Dem 46-jährigen Politiker werden Anstiftung zu Mord, Vertreibung und Verfolgung vorgeworfen. Ruto selbst plädierte nach der Verlesung der Anklage auf „unschuldig“.

Die Chefanklägerin Fatou Bensouda, wirft  Ruto vor,  Kämpfer finanziert und mit Waffen versorgt zu haben. Sie  schilderte Ruto als einen mächtigen Politiker, der mit Gewalt “seine politischen Ziele erreichen und seinen Machthunger befriedigen” wollte. “Sein Endziel war politische Macht.”

2007/2008 bekämpften sich  Anhänger Rutos und Unterstützer des heutigen Präsidenten Uhuru Kenyatta. Über 1000 Menschen wurden getötet,  hunderttausende wurden vertrieben. Inzwischen haben sich die ehemaligen Erzfeinde verbündet und gewannen, trotz der ausstehenden Prozesse, die Präsidentschaftswahl im April 2013. Seitdem teilen sich die beiden die Regierungsgewalt, Kenyatta als Präsident, Ruto als dessen Vize.

Als Reaktion auf die Prozesse – auch Uhuru Kenyatta muss sich vom 12. November in Den Haag vor Gericht verantworten -  arbeitet das Parlament bereits an einem Ausstieg Kenias aus dem Strafgerichtshof..  Auf Rutos Prozess sowie auf das Verfahren gegen Präsident Kenyatta, wird der geplante Ausstieg aus dem Tribunal nichts ändern, da ein etwaiger Parlamentsbeschluss für bereits ausstehende Prozesse „keine juristischen Auswirkungen“ hat.

Deutsche Welle vom 10. September 2013
Die Zeit vom 10. September 2013                                                                                                                                                                                                                                                           Der Spiegel vom 10. September 2013

 

5. August 2013
von Philipp
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SPORTsFREUNDE in Zwickau

Das Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Region Zwickau präsentiert am Dienstag, dem 3. September, eine Filmvorführung von SPORTsFREUNDE mit anschließendem Publikumsgespräch mit dem Regisseur Knud Vetten. Beginn der Vorstellung ist 20:00 Uhr im Alten Gasometer (Saal), Kleine Biergasse 3, 08056 Zwickau.